Jägerbrief 2018

Große Verantwortung für Tiere und Pflanzen:

30 Frauen und Männer haben im Kloster St. Ulrich ihren Jägerbrief erhalten

Der Jagdkurs 2017/2018 der Kreisjägervereinigung Freiburg ist für 30 Männer und Frauen aus Freiburg, dem Breisgau und dem Markgräflerland erfolgreich zu Ende gegangen:

Bei der feierlichen Übergabe erhielten sie am Donnerstagabend, 17. Mai im Hof des Klosters St. Ulrich aus den Händen der Kreisjägermeisterin Elisabeth Keil den lang ersehnten Jägerbrief:

„Jetzt sind Sie Jägerinnen und Jäger und ich wünsche Ihnen alles Gute für diese neue Tätigkeit. Sie ist mit einer großen Verantwortung verbunden: Sie tragen zukünftig Sorge für den Wald, den Sie pflegen, für die Tiere, die Sie hegen und für die Menschen, die das von Ihnen erlegte Wild gerne essen.“

Sie wies darauf hin, dass mit dem Wildbret ein hochwertiges Nahrungsmittel aus artgerechter Haltung ohne Medikamentenzusatz zur Verfügung gestellt wird.

 

Ausbildungsleiter Alexander Held machte noch einmal deutlich, dass die Jagd mehr ist als nur mal kurz anzusitzen und dann mit einem erlegten Reh nach Hause zu gehen:

„Jäger sein bedeutet, in der Natur zuhause zu sein, sein Revier gut zu kennen.“

Mit Erlangung des Jagdscheines haben die Jungjäger die staatliche Erlaubnis erhalten, die Jagd überhaupt ausüben zu dürfen.

 

Bis dahin war es ein langer Weg für die 25 Männer und fünf Frauen zwischen 17 und 71 Jahren:

Von November bis Ende April absolvierten sie ein umfassendes Kursprogramm mit 130 Theoriestunden und der Teilnahme an mehreren Drückjagden.

Dazu gehörten auch viele praktischen Ausbildungen in Feld und Wald wie der Bau von Hochsitzen, das Begutachten von Wildschäden oder das genaue Bestimmen von Wildtieren im Steinwasen-Park.

 

Ein besonderer Schwerpunkt lag bei der Schießausbildung: „Als Jäger wollen wir dem Tier unnötiges Leid ersparen. Dazu gehört vor allem, sicher zu schießen und möglichst genau zu treffen“, erklärt Fabian Mayer, der für die Waffenausbildung verantwortlich ist.

 

Was passieren kann, wenn das Wild nicht sofort tot ist, sondern sich noch aufmachen und flüchten kann, lernten die Jagdschüler bei einem Anschuss-Seminar.

Dann ist eine Nachsuche erforderlich, bis das erlegte Stück gefunden ist.

„Das erfordert die Jagdethik“, erläutert Alexander Held „Wir erlegen Tiere ja nicht zum Spaß, sondern weil zu viele von ihnen erhebliche Schäden in Feld und Wald anrichten können, weil die Tiere krank sind und weil wir sie essen wollen. Als Jäger sind wir dafür verantwortlich, dass es in der Natur eine möglichst hohe Artenvielfalt mit ausreichender Populationsgröße gibt und sich der Wald gleichzeitig selbst verjüngen kann."

(Text: Georg Auer /Elisabeth Keil)

Erstellt am 22.05.2018
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