Aller guten Dinge sind drei: Letzte Habitatpflegeaktion für das Auerwild im Feldberggebiet 2026

Über 30 freiwillige Helferinnen und Helfer verbesserten durch gezielte Biotoppflege im Feldberggebiet den Lebensraum des gefährdeten Auerwildes.

 

  • Copyright: Iso Schmid

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Aller guten Dinge sind drei: Letzte Habitatpflegeaktion für das Auerwild im Feldberggebiet 2026
 

Über 30 freiwillige Helferinnen und Helfer verbesserten durch gezielte Biotoppflege im Feldberggebiet den Lebensraum des gefährdeten Auerwildes. 

Aller guten Dinge sind drei! Unter diesem Motto kamen am 19. September 2026 Mitgliederinnen und Mitglieder der Jägervereinigungen Freiburg, Hochschwarzwald und Waldshut zur letzten Habitatpflegeaktion im Feldberggebiet zusammen, um ausgewählte Flächen für das für den Schwarzwald so typische Auerhuhn lebenswerter und attraktiver zu gestalten. 
Bernhard Schwär von der Interessensgemeinschaft Auerwild am Feldberg konnte sich über ein mittlerweile eingespieltes Team von über 30 Personen, bestehend aus Jagdscheinanwärtern, Jungjägern, Jägerinnen und Jägern sowie einigen anderen Auerhuhnbegeisterten, freuen. Zusammen mit dem St. WilhelmerRevierförster Iso Schmid von ForstBW-Hochschwarzwald plante und koordinierte er die Hegemaßnahme. 

Um 09:00 Uhr traf sich die Gruppe am allseits bekannten Gasthaus Zur Linde-„Napf“. Nach einer kurzen Begrüßung durch Bernhard Schwär ging es dann gemeinsam mit überwiegend geländegängigen Fahrzeugen zu den von Iso Schmid ausgewählten Flächen. Diese befanden sich zum Teil auf einer Höhe von über 1200 Metern. Noch vor Beginn der Aktion wurde allen auf der Fahrt die Sinnhaftigkeit von regelmäßiger Hege wieder deutlich vor Augen geführt – Ein Auerhahn kreuzte vor der Kolonne den Weg

Bei traumhaftem Wetter mit Blick auf den Feldberg instruierte Revierförster Schmid die Gruppe. Entscheidend war hier die geschickte Aufteilung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Während mehrere Motorsägenführer und eine Motorsägenführerin die markierten Fichten fällten, sorgten weitere Helferinnen und Helfer dafür, Holz und Reisig auf Häufen zu konzentrieren. Eine andere Gruppe war damit beschäftigt, Bäume bis zu einer Höhe von ca. 1,8 Meter mit der Japansäge von Hand zu entasten. So wurden auch im Altholz erfolgreich lichtere Strukturen geschaffen. Zu guter Letzt wurde mit dem Freischneider sowie einem Mulcher der Heidelbeer- und Brombeerbewuchs eingedämmt, sodass wieder ein leichteres Durchkommen für das flugfaule Auerhuhn und seinen Nachwuchs am Boden möglich ist. Insgesamt gelang es der Gruppe eine beachtliche Fläche von knapp zwei Hektar auerhuhnfreundlich zu gestalten – Alle Helferinnen und Helfer freuten sich über diesen Erfolg. 

Im Anschluss an die körperlich durchaus fordernde Arbeit wurde bei traumhaftem Wetter noch gemeinsam an der Krummenbachhütte gegrillt. Die gesamte Gruppe möchte sich herzlich bei Karl-Josef Fuchs für die gestifteten Grillwürste sowie bei der Jägervereinigung Hochschwarzwald und Bernhard Schwär für die restliche üppige Verpflegung bedanken. Nach dem Essen zeigte Revierförster Iso Schmid allen Interessierten, wie man fachmännisch eine stumpfe Kettensäge wieder richtig schärft. Zum Abschluss gab es für alle noch ein kleines Jagdhornkonzert

Ein großer Dank gilt Bernhard Schwär und Iso Schmid für die Planung der gelungenen Aktion und natürlich allen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement für das Auerwild. Die gemeinsame Arbeit von Jägerschaft und Forst ist elementar für den Erhalt des Auerhuhns im Schwarzwald und wird auch im nächsten Jahr weitergehen. 

 

Text: Adrian Lenke
Fotos: Bernhard Schwär, Sebastian Rose, Karl Merz, Birgit Bindnagel