Bericht vom Kreisjägertag 2024

Viele Entwicklungen, viele Herausforderungen und viele Ehrungen: Der Kreisjägertag 2024 hatte viel zu bieten!

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Am 27. April 2024 versammelten sich die Mitglieder der Jägervereinigung Freiburg zu ihrem alljährlichen Kreisjägertag in der festlichen Atmosphäre der Eventhalle Fallerhof in Hausen a. d. Möhlin.

Die Veranstaltung begann traditionell mit einem feierlichen Auftakt durch die Jagdhornbläser, gefolgt von einer bewegenden Totenehrung, in der den verstorbenen Mitgliedern gedacht wurde. Kreisjägermeister Dr. Frank Moszka eröffnete die Versammlung und begrüßte die Ehrengäste vom Landesjagdverband (LJV), Hauptgeschäftsführer René Greiner, die Vorsitzende des LJV für das Jägerinnenforum Elisabeth Keil und Landesobfrau für Jung(e) JägerInnen Cosima Zeller.

Erfreulicher Anstieg der Mitgliederzahlen bei der Jägervereinigung Freiburg

Die Jägervereinigung Freiburg verzeichnet weiterhin einen erfreulichen Zuwachs an Mitgliedern, was auf eine positive Entwicklung und ein wachsendes Interesse an jagdlichen Themen hinweist. Aktuell zählt die Vereinigung stolze 1348 Mitglieder, wobei besonders erfreulich ist, dass 14% davon weiblich sind und 53% unter 50 Jahren alt sind.

Besonders bemerkenswert ist das Engagement der neuen Mitglieder, die aktiv das Vereinsleben mitgestalten und sich in verschiedenen Fachbereichen einbringen. Insbesondere die Bereiche IT, Lernort Natur, Jungjäger und Schwarzwild-AG erfreuen sich eines regen Zuspruchs und tragen zur Vielfalt und Dynamik innerhalb der Vereinigung bei.

Schießstand vom DJV mit Exzellenz gewürdigt

Ein weiterer Grund zur Freude ist die Anerkennung unseres Schießstandes als einer von nur vier "Leading Shooting Grounds of Germany". Dieser Erfolg ist nicht zuletzt der hervorragenden Arbeit von Schießstandleiter Carl-Christoph Rümmele zu verdanken. Derzeit laufen Arbeiten an Keiler 1 und den 100 Meter Bahnen, um den Stand für zukünftige Veranstaltungen und Wettbewerbe optimal vorzubereiten. Insbesondere die Vorbereitungen auf die Bundesmeisterschaft 2026 stehen im Fokus.

Ein bedeutendes Vorhaben, das die Vereinigung ab 2028 angehen wird, ist die Umstellung auf bleifreie Munition. Dieses Großprojekt wird voraussichtlich ein siebenstelliges Kostenvolumen umfassen und stellt eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft dar.

Ein Appell zur Unterstützung unserer Jungjägerinnen und Jungjäger

In seinen abschließenden Worten bei der Mitgliederversammlung der Jägervereinigung Freiburg richtete Kreisjägermeister Dr. Frank Moszka einen eindringlichen Appell an alle Mitglieder: Geben Sie unseren Jungjägerinnen und Jungjägern die Chance, zu zeigen, was sie können.

Junge Jägerinnen und Jäger haben oft den Wunsch zu jagen, finden jedoch Schwierigkeiten, die entsprechenden Gelegenheiten zu erhalten. Dabei zeigen sie ein starkes Engagement für unseren Verein und möchten sich gerne aktiv einbringen. Dr. Moszka betonte, dass es von entscheidender Bedeutung ist, diesen jungen Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, ihre Fähigkeiten zu zeigen und Erfahrungen zu sammeln.

Er ermunterte daher alle Mitglieder dazu, sich für die Förderung und Unterstützung unserer Jungjägerinnen und Jungjäger einzusetzen. Denn je mehr Menschen sich aktiv im Verein engagieren, desto lebendiger und vielfältiger wird unsere Gemeinschaft. Dr. Moszka betonte, dass jeder herzlich willkommen ist, sich einzubringen, unabhängig von Alter, Erfahrung oder Hintergrund.

Impulsvortrag von René Greiner, Hauptgeschäftsführer des LJV Baden-Württemberg

Anschließend folgte ein inspirierender Impulsvortrag von René Greiner, dem neuen Hauptgeschäftsführer des Landesjagdverbandes Baden-Württemberg, geboten. Seit dem 1. April 2024 bekleidet René Greiner diese wichtige Position und bringt frischen Wind in den Verband.

In seinem Vortrag betonte René Greiner die Vielfalt der Jagd in Baden-Württemberg und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. Insbesondere wies er auf die Bedeutung von Kooperationen und Zusammenarbeit hin, um den Herausforderungen des Klimawandels, insbesondere im Hinblick auf den notwendigen Waldumbau, erfolgreich zu begegnen.

Ein zentraler Appell von René Greiner war es, dass alle Beteiligten aus ihrer vermeintlichen Opferrolle heraustreten und gemeinsam an einem Tisch Platz nehmen sollten. Nur durch eine konstruktive Zusammenarbeit und den Austausch von Ideen und Erfahrungen könne man die komplexen Herausforderungen bewältigen, vor denen die Jagd in Baden-Württemberg steht.

Aktuelle Entwicklungen und Erfolge der Jagdschule

Bei der jüngsten Versammlung der Jägervereinigung Freiburg hatte stv. Kreisjägermeister Alexander Held die Ehre, über die neuesten Entwicklungen und Erfolge der Jagdschule zu berichten.

Ein besonders erfreulicher Aspekt ist die Tatsache, dass die aktuellen Kurse sich ohne jegliche Werbemaßnahmen füllen. Dies spricht nicht nur für das gesteigerte Interesse an jagdlicher Ausbildung, sondern auch für das gute Ansehen und den Ruf unserer Jagdschule. Die Qualität der Ausbildung und das Engagement unserer Ausbilderteams werden dabei besonders geschätzt.

Eine weitere bemerkenswerte Errungenschaft ist die erfolgreiche Zertifizierung der Jagdschule mit Auszeichnung. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt unserem hochqualifizierten Ausbilderteam zu verdanken. Besonders erfreulich ist der Zugang eines jungen Berufsjägers, der als wahre "Allzweckwaffe" in verschiedenen Ausbildungsbereichen eingesetzt werden kann, was die Vielseitigkeit und Qualität unserer Ausbildung weiter stärkt.

Die aktuellen Entwicklungen und Erfolge der Jagdschule zeigen deutlich die hohe Qualität und das Engagement unserer Ausbilderteams sowie den anhaltenden Zuspruch und das Interesse an jagdlicher Ausbildung. Die Jägervereinigung Freiburg freut sich darauf, diesen positiven Trend fortzusetzen und auch in Zukunft eine erstklassige Ausbildung für angehende Jägerinnen und Jäger anzubieten.

Aktuelle Entwicklungen am Schießstand 

Des Weiteren gehen die Sanierungsarbeiten am Schießstand Hartheim-Bremgarten erfolgreich voran. Eine wichtige Erkenntnis aus der aktuellen Sanierung ist, dass das vorübergehende komplette Schließen der Bahnen für Bauarbeiten effizienter ist als ein Parallelbetrieb. Dies wird voraussichtlich im Januar 2025 durchgeführt werden, da in dieser Zeit erfahrungsgemäß wenig Betrieb herrscht.

Land bereitet sich auf ASP vor

Die Stv. KJM Maria-Andrea Merz informierte über wichtige Entwicklungen im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und der bevorstehenden Rehkitzrettungssaison.

Ein zentraler Punkt ihres Berichts war die Präsentation von Fakten zur Afrikanischen Schweinepest. Besonders alarmierend war der Ausbruch der ASP am 26. Mai 2022 auch in Baden-Württemberg. Angesichts dieser Bedrohung bereitet sich das Land intensiv vor, unter anderem durch Bejagungserleichterungen, Förderungen und die Einrichtung von ASP-Kompetenzteams. Maria-Andrea Merz betonte die lange Überlebenszeit des Viruses und die Notwendigkeit, wachsam zu bleiben und entsprechende Vorkehrungen zu treffen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Des Weiteren wies sie auf den Beginn der Rehkitzrettung hin, da die Setzzeit bevorsteht. Hierbei erinnerte sie die Jägerinnen und Jäger an die korrekte Verhaltensweise beim Transport von Kitzen. Der Kontakt der Kitze mit Hunden oder dem menschlichen Körper muss auf jeden Fall vermieden werden. Leider wird dies auch von Jägern zugunsten eines Fotos für die sozialen Medien nicht immer beachtet.

Vorbildliche Arbeit des Schatzmeisters

Nach der Pause präsentierte Schatzmeister Bernd Meier einen positiven Finanzbericht, der auf solide und stabile Finanzen hinweist. Dies ist nicht zuletzt der vorausschauenden Planung aus früheren Jahren zu verdanken. Das Vereinsergebnis für das Jahr 2023 konnte einen Betrag von 24.626,78 EUR verzeichnen, was ein erfreuliches Ergebnis darstellt.

Bernd Meier nutzte die Gelegenheit, um alle Hegeringleiter daran zu erinnern, stets Belege ordnungsgemäß einzureichen, um die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der finanziellen Abläufe zu gewährleisten. Diese sorgfältige Buchführung wurde von den Kassenprüfern besonders lobend hervorgehoben, die die Arbeit des Schatzmeisters als vorbildlich und auf dem professionellen Niveau eines Konzerns einschätzten.

Der Kassenprüfer empfahl, den Vorstand zu entlasten. Diese Empfehlung wurde von den Mitgliedern ohne Gegenstimme angenommen, was das Vertrauen der Mitglieder in die ordnungsgemäße Verwaltung der Vereinsfinanzen unterstreicht.

Der Finanzbericht und die Kassenprüfung der Jägervereinigung Freiburg belegen somit nicht nur die finanzielle Stabilität des Vereins, sondern auch die sorgfältige und gewissenhafte Arbeit des Schatzmeisters und des gesamten Vorstandes.

Viele Ehrungen für langjährige Mitglieder

Kreisjägermeister Dr. Frank Moszka überreichte persönlich die Auszeichnungen an Mitglieder, die seit Jahrzehnten der Vereinigung angehören:

Für stolze 50 Jahre Mitgliedschaft wurden folgende Mitglieder geehrt: Bernhard Birkenmeier, Dieter Bleile, Wolfgang Hochuli, Peter Steiert, Stephan Tilgener und Carl-Hermann Ulrich. Ihre langjährige Verbundenheit und ihr Einsatz für die Ziele der Vereinigung wurden mit dieser besonderen Auszeichnung gewürdigt.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden Mitglieder, die bereits seit 40 Jahren der Jägervereinigung Freiburg angehören. Diese Ehrung erhielten Armin Flubacher, Hans-Joachim Kuder, Erwin Reichenbach, Walter Winkler und Josef Zulott für ihre langjährige Unterstützung und ihren Beitrag zur Gemeinschaft.

Des Weiteren wurden Mitglieder für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt, darunter Martin Böhler, Erwin Kohlberger, Ernst Krämer, Anita Pfisterer, Markus Uhl, Günter Ferch, Ilse-Monica Kohlberger, Frank Löffler und Andreas Tritschler. Diese Mitglieder wurden für ihre langjährige Treue und ihre kontinuierliche Unterstützung der Vereinigung gewürdigt.

Anträge: Vorstand klarer strukturieren und Kommunikationswege modernisieren

Cosima Zeller brachte einen konkreten Vorschlag zur Anpassung der Vereinssatzung ein, um die Zusammensetzung des Vereinsvorstandes klarer zu definieren.

Der Vorschlag zielt darauf ab, die Struktur und die Verantwortlichkeiten im Vorstand transparenter zu gestalten, um eine effizientere Vereinsführung zu ermöglichen. Kreisjägermeister Dr. Frank Moszka sicherte zu, diesen Vorschlag im Vorstand zu diskutieren und gegebenenfalls eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, sollte der Änderungsumfang den Aufwand rechtfertigen.

Ein weiterer Vorschlag von Cosima Zeller bestand darin, die Einladungen zu Mitgliederversammlungen nicht nur in schriftlicher Form, sondern auch in digitaler Textform, beispielsweise per E-Mail, zuzulassen. Den Mitgliedern soll die Wahl gegeben werden, welche Form jeweils passt. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, Kosten zu sparen und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren, ohne die Kommunikation mit den Mitgliedern zu beeinträchtigen.

Zum Abschluss dankte KJM Moszka für die vielfältigen Beiträge zum Kreisjägertag 2024 und für das Engagement derer, die zum Gelingen des Termins tatkräftig beigetragen haben.

Termine zum Vormerken: