Am 23. April 2026 versammelten sich zahlreiche Mitglieder der Jägervereinigung Freiburg e. V., um im Rahmen des Kreisjägertags das vergangene Jagdjahr Revue passieren zu lassen. Die Veranstaltung in Freiburg bot den Jägern aus der Stadt und dem Umland eine Plattform für den fachlichen Austausch und die Information über aktuelle jagdpolitische Entwicklungen. Den feierlichen Auftakt gestalteten alle Bläsergruppen gemeinsam, gefolgt von einer würdevollen Totenehrung für die verstorbenen Mitglieder Christine Heinkele, Bernd Gimbel, Markus Klaus, Matthias Steinhauser und Jürgen Remensperger.
Aktuelle Herausforderungen und Ausblick auf 2028
Kreisjägermeister Dr. Frank Moszka informierte in seinem Bericht über die Arbeit auf Landes- und Bundesebene. Ein Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit den Rückkehrern Wolf und Biber sowie den damit verbundenen rechtlichen Rahmenbedingungen und Konflikten im Revier. Ein erfreulicher Ausblick galt dem Brauchtum: Im Jahr 2028 wird Freiburg Austragungsort für das Landesbläsertreffen sein.
Fortschritte am Schießstand Bremgarten
Der stellvertretende Kreisjägermeister Alexander Held gab einen detaillierten Sachstandsbericht zur Sanierung des Schießstands in Bremgarten. Die beiden Anlagen für den Laufenden Keiler sowie die 100-Meter-Bahnen sind baulich fertiggestellt; die offizielle Freigabe steht kurz bevor. Die Instandsetzung erwies sich als Kraftakt, der von der Betonsanierung bis zum Rückprallschutz für bleifreie Geschosse reichte. Während die Arbeiten an Kipphasenstand, Kurzwaffenbahnen und Schützenhaus noch anstehen, ist der Übungsbetrieb in den fertiggestellten Bereichen bereits ein wichtiger Treffpunkt für die handwerkliche Schießfertigkeit.
Professionalisierung der Jagdausbildung
Die vereinseigene Jagdschule konnte ihre Position weiter festigen und ist nun als staatlich anerkannte Bildungsstätte zertifiziert. Neben den gut besuchten Jungjägerkursen erweitert die Vereinigung ihr Spektrum um Fachmodule wie Lockjagd, Fallenjagd und Erste Hilfe. Das Ausbilderteam leistet hier einen wesentlichen Beitrag, um den jagdlichen Nachwuchs praxisnah und waidgerecht auf die Prüfung und das spätere Jägerleben vorzubereiten.
Solide Finanzen und Satzungsdiskussion
Schatzmeister Bernd Meier legte dar, dass die Jägervereinigung finanziell auf einem sicheren Fundament steht. Der Kassenbericht 2025 wurde nach Verlesen der Prüfergebnisse durch die stellvertretende Kreisjägermeisterin Maria-Andrea Merz ohne Beanstandungen genehmigt. Eine intensive Debatte löste der Antrag auf Satzungsänderung zur Vorstandsstruktur aus. Zwar wurde der konkrete Entwurf mehrheitlich abgelehnt, ein anschließendes Stimmungsbild verdeutlichte jedoch den Wunsch der Mitglieder nach einer zeitgemäßen Modernisierung der Vereinssatzung.
Würdigung langjährigen Engagements
Ein Höhepunkt des Abends war die Ehrung verdienter Mitglieder. Herausragend war dabei die Auszeichnung für Hans Wetzstein, der für 70 Jahre aktives Jagdhornblasen die Bläser-Verdienstnadel in Gold erhielt. Laudator Gert Volker Spies würdigte dieses außergewöhnliche Lebenswerk im Dienste des Brauchtums. Weitere Ehrungen wurden für 40, 50 und sogar 60 Jahre Mitgliedschaft ausgesprochen. Josef Brosemer gehört der Vereinigung bereits seit 1966 an. Als Zeichen der bleibenden Erinnerung erhielten alle Jubilare ab 50 Jahren Mitgliedschaft traditionell ein Apfelbäumchen.
Der Kreisjägertag schloss nach den Berichten der Obleute mit einem kameradschaftlichen Beisammensein, bei dem der Austausch über das aktuelle Geschehen in den Revieren im Mittelpunkt stand.





